Zeittafel

Zeitlinie
1618 bis 1648 30jähriger Krieg
1657 kauft Kurfürst Friedrich Wilhelm, genannt der Große Kurfürst, (geb. 1620, gest. 1688) den Hof Nedlitz und übergibt ihn dem Fährmann Mathias Müller in Erbpacht
1682 auf Wunsch des Kurfürsten Friedrich Wilhelm errichtet Fährbesitzer Müller eine Holzbrücke
1693 die letzten Besitzer aus der Familie Stechow verkaufen ihre Fahrländer Güter an den Kurfürsten Friedrich III., seit 1701 Friedrich I. König in Preußen, (geb.1657, gest.1713)
1694 die christliche Kirche auf dem Kirchberg ist fast verfallen und wird bis auf die Fundamente abgetragen
1716 errichtet das Zollamt Potsdam ein Nebenzollamt bei der Nedlitzer-Brücke
1726 lässt sich König Friedrich Wilhelm I., genannt der Soldatenkönig, (geb. 1688, gest. 1740) auf seine Kosten an der Holzbrücke ein Angelhaus errichten
1727 Guts- und Fährhausbesitzer Müller erhält von König Friedrich Wilhelm I. die „Schankgerechtigkeit"
1730/31 Kronprinz Friedrich, später Friedrich II., genannt Friedrich der Große, (geb. 1712, gest. 1786) hält sich in Nedlitz auf
nach 1800 Entwicklung zur Kolonie Neu Fahrland, erste Obstzüchterfamilien siedeln sich an
1804 um Fahnenflucht zu verhindern wird eine Invalidenwache auch an der Nedlitzer Brücke aufgestellt
1807 Gesuch der Müllers an die französische Besatzungsmacht, für die Reparatur der Brücke zu sorgen
vor 1840 Anpflanzung von Eichen an der Nedlitzer Fähre und an anderen Orten durch Magnus Friedrich von Bassewitz (geb. 1773, gest. 1858)
1840 bis 1844 Bau der Ausfallstraßen in Richtung Norden
1844 König Friedrich Wilhelm IV. (geb. 1795, gest. 1861) beauftragt seinen Oberbaurat Persius, eine feste Brücke zu entwerfen
1845 König Friedrich Wilhelm IV. kauft den bisherigen Besitzern Müller die Brücke mit allen Rechten und Gerechtigkeiten ab
1855 die Holzbrücke ist durch eine Steinbrücke ersetzt, die Fährmüllers legen ihre historische Macht nieder
ab 1880 Entstehung von Gaststätten (Parkrestaurant, Römerschanze und Schweizerhaus)
um 1850 weitere Obstzüchterfamilien siedeln sich an
1894 Neu Fahrland wird erstmals als "Kolonie Neu Fahrland" in den Gemeindeunterlagen Fahrlands erwähnt
um 1900 begüterte Bauherren entdecken die Landschaft
1904 der Sacrower-Paretzer Kanal und eine neue Straßenbrücke (Südbrücke) werden dem Verkehr übergeben, die „Insel" ist entstanden
1914 bis 1918 1. Weltkrieg
1937 Fahrland und Neu Fahrland sind dem Kreis Osthavelland zugeordnet, Kreisstadt ist Nauen
1939 Beginn des 2. Weltkrieges, der Ort Fahrland mit dem Ortsteil Neu Fahrland wird nach Potsdam eingemeindet
1939 die postalische Anschrift für Neu Fahrland lautet: „Neufahrland am See über Potsdam 4"
1943 lautet die postalische Anschrift für Neu Fahrland: „Potsdam-Neufahrland am See über Potsdam Krampnitz"
1945 Ende des 2. Weltkrieges, Zerstörung der Süd- und der Nord-Brücke durch die deutsche Wehrmacht, der sowjetische Kommandant setzt den Schauspieler Georg Alexander als Ortsvorsteher in Neufahrland ein, Enteignungen
1949 Gründung der DDR (Deutsche Demokratische Republik)
1950 Instandsetzung der Nordbrücke
1950 Eröffnung des Kindergartens „Am Lehnitzsee" Nr. 2
1951 Instandsetzung der Südbrücke
1952 mit der verwaltungsmäßigen Neugliederung der DDR in Bezirke wird Potsdam Bezirksstadt. Als erstmals selbstständige Gemeinde erfolgt eine Zuordnung von Neu Fahrland zum Kreis Potsdam Land, die „Insel" gehört zum Ort Neu Fahrland, Artur Schaffran ist erster Bürgermeister im Ort
1954 die Betriebsberufsschule des Autobahnbaukombinates (ABK), „Tschudistraße" Nr. 5/6 wird an die Lehrlinge übergeben
1954 Herbert Stubbe wird für etwa 20 Jahre Bürgermeister
1955 die Arbeiten am Heinrich-Heine-Sanatorium sind abgeschlossen
1958 Gründung der Gärtnerischen Produktionsgenossenschaft (GPG) „Neuer Obstbau"
1959 das neue Schulhaus „Am Stinthorn" Nr. 40 kann seinen Benutzern übergeben werden
1964 entsteht der Kreisbetrieb für Landtechnik (KfL) auf dem ehemaligen Gutshof Nedlitz
1974 wird der volkseigene Betrieb (VEB) Deponie gegründet
1977 nach zwei Jahren ohne Bürgermeister übernimmt Norbert Päseler für drei Jahre ehrenamtlich diese Tätigkeit, danach wird Joachim Gaudes Bürgermeister
1980 Irmgard Hillmer übernimmt das Amt des Bürgermeisters
1980 die Kinderkrippe „Am Lehnitzsee" Nr. 3a wird an die Gemeinde übergeben
1986 Manfred Cornehl wird Bürgermeister
1988 das Jugendklubgebäude „Am Rehweg" wird eingeweiht
1989 Wir sind das Volk...
nach 1989 Neu Fahrland wird als Gemeinde dem Amt Fahrland zugeordnet, und damit dem Kreis Potsdam Mittelmark im Bundesland Brandenburg, Kreisstadt ist Belzig
2003 Im Zuge einer Gemeindegebietsreform wird Neu Fahrland in die Brandenburger Landeshauptstadt Potsdam eingemeindet. Seitdem lautet die offizielle Bezeichnung: Potsdam Ortsteil Neu Fahrland, Ortsbürgermeister von Neu Fahrland ist jetzt Hartmut Reiter

Stand: Mai 2006