Erläuterungen von Straßennamen - Straßen und Wege
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Straßen/Wege
Straße = begeh- und befahrbar, glatter und meist befestigt, Landverkehrsweg, von Fußgängern und Fahrzeugen benutzt
Weg = Streifen im Gelände zum Begehen oder Befahren, weniger ausgebaut und befestigt als eine Straße.
Am Föhrenhang
Föhre = oder Kiefer, immergrüner heimischer Baum, auch Strauch, Nadeln zu zweit, zu dritt oder zu fünft an Kurztrieb.
Hang = meist mit Vegetation befestigte Böschung, schräg abfallende Seite einer Bodenerhebung.
An dieser Straße standen Föhren. Heute finden wir dort ein Neubaugebiet und die Kiefern sind nur noch in den Gärten als Zierform zu finden.
Am Großen Horn
Groß = von beträchtlichem Ausmaß, mehr als der Durchschnitt, Gegensatz klein
Horn = hervorragende Spitze, hier Halbinsel, Festland dreiseitig von Wasser umgeben
Am Kirchberg
Kirche = ein Gebäude welches der Versammlung der Glieder einer christlichen Gemeinde dient
Berg = Erhebung im Gelände und im Gegensatz zu einem Hügel meist höher oder steiler.
Auf diesem Berg gab es bis 1694 eine christliche Kirche..
Am Krampnitzsee
Krampnitz = Ortsteil der Landeshauptstadt Potsdam des Bundeslandes Brandenburg
See = hier Ausbuchtung der Havel, liegt in einem eiszeitlichen Becken und einer eiszeitlichen Rinne, natürliches Stillgewässer (stehendes Gewässer) mit oder ohne Zu- und Abfluss durch Fließgewässer, vollständig von einer Landfläche umgeben
Am Lehnitzsee
Lehnitz = Es ist nicht bekannt, ob die seit 1992 zum Amt Oranienburg-Land gehörende Gemeinde Lehnitz etwas mit unserem See zu tun hat.
See = hier Ausbuchtung der Havel, liegt in einem eiszeitlichen Becken und einer eiszeitlichen Rinne, natürliches Stillgewässer (stehendes Gewässer) mit oder ohne Zu- und Abfluss durch Fließgewässer, vollständig von einer Landfläche umgeben
Am Rehweg
Reh = heimisches Säugetier, ein im Wald lebender Wiederkäuer aus der Familie der Hirsche.
Heute noch kann man hier und an anderen Stellen dieses Gebietes Rehe beobachten, das bestätige auch der zuständige Krampnitzer Revierförster
Am Stinthorn
Stint = Europäischer (heimischer) Stint, einer der kleinsten(15-18cm) lachsartigen Speisefische
Horn = hervorragende Spitze, hier Halbinsel, Festland dreiseitig von Wasser umgeben.
Heute kommt der Stint in unseren Gewässern nicht mehr so häufig vor, er muss sogar geschützt werden.
Am Wiesenrand (B2)
Wiese = landwirtschaftliches Grünland, durch Mähen entstanden. Gegensatz Weide durch beweiden entstanden
Rand = äußere Begrenzung einer Sache, hier der Wiese.
Diese Straße war von alters her nicht nur von Wald begleitet, sondern auch von Wiesen, die man heute noch links und rechts der Straße sehen kann.
An der Birnenplantage (neu) ( alt: Birnenweg)
Birne = heimische Frucht des Birnenbaums mit Schale, Fruchtfleisch und Kerngehäuse
Plantage = landwirtschaftlicher Großbetrieb, Erzeugung eines einzigen Produktes (Monokultur) wie Kaffee, Tee, Kakao, Bananen, Kautschuk, Obst oder Zuckerrohr.
Hier standen bis in die 1980iger Jahre Birnen der Gärtnerischen Produktionsgenossenschaft (GPG) „Neuer Obstbau“
An der Mole
Mole = Damm, in einen See oder das Meer ragende Stein- oder Holzkonstruktion.
Der Damm trennt den Sacrow-Paretzer-Kanal vom Fahrländer See.
Bassewitzstraße
Bassewitz = Magnus Friedrich von Bassewitz,*17. Januar 1773 in Schönhoff (Mecklenburg – Schwerin), † 14. Januar 1858 in Berlin, zwischen 1810 und 1842 in Potsdam Regierungspräsident, zugleich Oberpräsident der Provinz Brandenburg von 1825 bis1840.
Um 1840 ließ von Bassewitz Alleen aus Eichen und Buchen an den Ausfallstraßen von Potsdam anpflanzen, die heute noch zu bestaunen sind. So die 196 jährigen Eichen an der Straße „Am Wiesenrand“
Drei Mohren
Drei = natürliche Zahl, die beim Zählen verwendet wird wie 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, usw., gleichzeitig Primzahl, mit genau zwei verschiedenen natürlichen Teilern, nämlich 1 und sich selbst wie 2, 3, 5, 7, 11 usw., von großer mythologischer und zahlensymbolischer Bedeutung
Mohr = heute nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Menschen mit schwarzer Haut,
Beim Umbau eines Gebäudes stießen man auf ein Betonstück , auf dem noch drei Mohrenköpfe (ähnlich dem Sarottimohr) zu erkennen waren. Es ist anzunehmen, dass sie dem Ort den Namen gaben).
Fontanestraße
Fontane = Henri Theodor(e) Fontane, * 30. Dezember 1819 in Neuruppin, † 20. September 1898 in Berlin, deutscher Schriftsteller und Dichter des poetischen und bürgerlichen Realismus
Ganghofer Straße
Ganghofer = Ludwig Ganghofer, * 7. Juli 1855 in Kaufbeuren, † 24. Juli 1920 in Tegernsee, deutscher Heimatschriftsteller
Gärtner – Schmidt – Straße
Gärtner – Schmidt = Karl Ferdinand Albert Schmidt . Es sind keine Daten von ihm bekannt.
Gärtner Schmidt war ein Bewohner von Neu Fahrland, der hier auf dieser Seite vom Krampnitzsee (auf den Flächen des heutigen Semmelhaack - Quartieres) vor 1900 nicht nur viel Land besessen hatte, sondern auch der erste uns bekannte Gärtner (Obstbauer) in unserer Gegend war.
Gellertstraße (L 92)
Gellert = Christian Fürchtegott Gellert, * 4. Juli 1715 in Hainichen (Sachsen); † 13. Dezember 1769 in Leipzig, deutscher Schriftsteller und Dichter der Empfindsamkeit und des Rokokos
Heinrich-Heine-Weg
Heinrich-Heine = Christian Johann Heinrich Heine, * 13. Dezember 1797 in Düsseldorf als Harry Heine, † 17. Februar 1856 in Paris, deutscher Schriftsteller und Dichter der zu Ende gehenden Romantik, der Aufklärung und des Realismus, Journalist
Im Apfelgarten
Apfel = heimische rundliche Frucht des Apfelbaums mit Schale, Fruchtfleisch und Kerngehäuse
Auf dieser Fläche standen noch bis 2004 eine Vielzahl verschiedener alter Apfelbäume und anderer Obstarten.
Martinsweg
Martin = Vorname des ersten hier ansässigen Mitgliedes der Familie Kania
Neu Hainholz
Neu = im Gegensatz zum alten Hainholz auf dem Kirchberg
Hainholz = Waldstück (auch Heinenholz) auf dem Kirchberg, benannt nach dem Gut Hainholz
Hain = ein dem religiösen Kult geweihter Bereich
Holz = feste harte Substanz des Stammes, der Äste und Zweige von Bäumen und Sträuchern. Der nachwachsende Rohstoff Holz ist eine der ältesten Nutzpflanzen.
Der heute noch verwendete Name des Waldstücks Hainholz (auch Heinenholz) auf dem Kirchberg gibt diesem Weg seinen Namen
Plantagenweg
Plantage = landwirtschaftlicher Großbetrieb, Erzeugung eines einzigen Produktes (Monokultur) wie Kaffee, Tee, Kakao, Bananen, Kautschuk, Obst oder Zuckerrohr.
Zu DDR-Zeiten ist hier ein Obstanbaugebiet der Gärtnerischen Produktionsgenossenschaft (GPG) „Neuer Obstbau“ entstanden. Die Obstplantage wurde aber ab1982 nach und nach aufgegeben, weil Obstbaummischpflanzungen den Anforderungen an eine moderne Obstbauwirtschaft nicht mehr entsprachen
Ringstraße
Ring = kreisförmiger Gegenstand oder eine kreisförmige Struktur.
Der Verlauf dieser Straße ist fast ringförmig.
Schwalbenweg
Schwalbe = heimischer Zugvogel.
Heute noch kann man hier und an anderen Stellen dieses Gebietes Rauchschwalben und die Mehlschwalben beobachten.
Sonnenweg
Sonne= lokaler Stern im Zentrum unseres Sonnensystems, Teil der Milchstraße, für das Leben auf der Erde erforderlich.
Der Name Sonnenweg entstand, weil ursprünglich an Stelle der jetzt dort stehenden Wohnblöcke Sonnenhäuser (Energiesparhäuser) gebaut werden sollten.
Tschudistraße (B2)
Wer war Tschudi? Bisher war nicht zu ergründen, wem mit dieser Namensgebung ein Denkmal gesetzt werden sollte.
Zum Weißen See
Weißer See = Ausbuchtung der Havel
Weiß = Farbe von weißen Seerosen
See = hier Ausbuchtung der Havel, liegt in einem eiszeitlichen Becken und einer eiszeitlichen Rinne, natürliches Stillgewässer (stehendes Gewässer) mit oder ohne Zu- und Abfluss durch Fließgewässer, vollständig von einer Landfläche umgeben.
Früher, während der gesamten Sommerzeit sollen so viele Seerosen auf dem See weiß geblüht haben, dass so der Name entstanden sein kann. Noch jetzt ist in einigen Nischen die Weiße Seerose anzutreffen.
