Beumelburg, Werner,

Offizier, Redakteur, Schriftsteller

* 19, Februar 1899 in Traben-Trarbach/Mosel, † 9. März 1963 in Würzburg.(Selbstmord).

Er nahm am Ersten Weltkrieg als Kriegsfreiwilliger teil, studierte dann Staatswissenschaften, war von 1921 bis 1926 Redakteur bei verschiedenen Zeitungen, um dann als freier Schriftsteller in Berlin (ab 1932) zu arbeiten. Als repräsentativer Autor des neuen Staates feierte er den Nationalsozialismus als „Auferstehung der Masse im Geist des Weltkriegssoldatentums“, schrieb über den Reichsarbeitsdienst, den Anschluss Österreichs und den Einsatz der Legion Condor im Spanischen Bürgerkrieg. Neu war dabei ein bis dahin bei Beumelburg nicht zu findender Antisemitismus. Im Laufe des Zweiten Weltkrieges soll er sich vom NS-Regime distanziert haben.

In der Sowjetischen Besatzungszone sowie später in der Deutschen Demokratischen Republik wurden viele seiner Bücher auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt.  Nach dem 2. Weltkrieg versuchte Beumelburg  an seinen alten Erfolg anzuknüpfen, aber die Verkaufszahlen seiner Werke sanken rapide. Seine Nachkriegskarriere war damit bereits in den 1950er Jahren beendet. In dieser Zeit wohnte Beumelburg in der Sraße "Am Stinthorn" Nr.16, vom lokalen Volksmund die „Beumelburg‘ genannt.