Buhlmann, Carola, Keramik Buhlmann, Joachim, Malerei
Carola Buhlmann, * 18.Juni 1926 in Berlin,
Joachim Buhlmann * 1.August 1924 in Berlin, † 24.August 2008 in Neu Fahrland
Das Ehepaar kam 1952 aus Berlin (West) und ließ sich zunächst in Nedlitz nieder. Joachim Buhlmann hatte an der „Hochschule der Künste“ Malerei und Grafik studiert. Seine Frau, Carola Buhlmann besuchte von 1945-1948 zum Studium der Bildenden Kunst die „Käthe-Kollwitz-Schule“ Berlin und beschäftigte sich später als Autodidaktin mit Keramik. Um ihren Lebensunterhalt in dieser schweren Zeit zu verdienen, stellten sie Gebrauchsgegenstände mit Mosaiken aus bunten Fliesenresten her, z. B. Tischplatten, Spiegel- und Bilderrahmen.
Frau Buhlmann spezialisierte sich auf die Herstellung von Keramiken im eigenen Brennofen.
Herr Buhlmann bekam staatliche Aufträge zur künstlerischen Ausgestaltung von öffentlichen Gebäuden z. B. Kindertagesstätten, Kulturhäuser oder Sozialgebäude von Betrieben. Die private Malerei vernachlässigte er nie.
Im Jahre 1970 siedelten sich die Buhlmanns in Neu Fahrland am Fahrländer See an. Ihre Adresse lautet „Drei Mohren“. Das Areal war seit 1939 ein Militärkasino für die Fähnriche aus der Reit- und Fahrschule Krampnitz. Beim Umbau der Gebäude stießen die Buhlmanns auf ein Betonstück, auf dem noch drei Mohrenköpfe (ähnlich dem Sarottimohr) zu erkennen waren. Es ist anzunehmen, dass sie dem Ort den Namen gaben.
Hier entstand nun eine Werkstatt mit Brennofen für Frau Buhlmann, die Gebrauchs und Schmuckkeramik herstellte. Von ihr stammt u. a. die „Grüne Familie“, die ihren festen Platz in der Potsdamer „Brandenburger Straße“ hat.
Ihre zwei Kinder streben der Mutter nach und stellen ebenfalls am Fahrländer See Keramiken her.
Herr Buhlmann widmete sich weiter der Malerei. Seine Bilder haben meist philosophische Themen. Durch seine Werke will er die Menschheit zu Frieden und Menschlichkeit und gegen Gewalt aufrufen.
