Diringshofen, Max von,
preußischer Generalleutnant
(Siehe hierzu auch den Beitrag "Villa Diringshofen" unter Porträt und Sehenswertes)
* 14. Dezember 1855 in Arolsen,† 6. Oktober 1936 in Potsdam (beigesetzt auf dem Neuen Friedhof, Potsdam).
Er begann seine militärische Laufbahn im 6. Thüringischen Infanterie-Regiment Nr. 95, später Kriegsakademie, von wo er dem Großen Generalstab zugewiesen wurde, nach weiteren Verwendungen übernahm er 1906 die Führung des Leib-Grenadier-Regiments König Friedrich Wilhelm III. (1. Brandenburg.) Nr.8 in Frankfurt/Oder und wurde im gleichen Jahr Regimentskommandeur. 1910 schied er aus dem aktiven Dienst. Während des Ersten Weltkriegs wurde er als inaktiver Offizier im Militärdienst wieder verwendet (42. Infanterie-Brigade) und war zuletzt Inspekteur der Etappen-Inspektion Bug. Seine Frau, Margarete de Haen, (* 7.8.1871, 30.4.1915) war als Tochter Mitinhaberin des Industrieunternehmens der Familie de Haen, das aus Bergwerken und chemischen Fabriken im Raum Hannover bestand.1913 bezogen sie die neu errichtete Villa am Lehnitzsee, wo die Familie bis etwa 1923 blieb. Der Wunsch nach einem ruhigen, schönen Lebensabend, nachdem Herr von Diringshofen aus dem aktiven Militärdienst ausgeschieden war, ging nicht in Erfüllung. Der 1. Weltkrieg und die Nachkriegszeit mit Krisen und Inflation forderten ihren Tribut. Der älteste Sohn (von 5 Kindern) fiel gleich zu Beginn des Krieges in Frankreich, Frau von Diringshofen starb im Jahr 1915. Finanzielle Verluste zwangen die Familie in den zwanziger Jahren, das Anwesen zunächst zu vermieten und selbst eine kleinere Wohnung in Potsdam zu beziehen. In dieses große Haus zog der Berliner Bankier Dr. h. c. Artur Siegheim ein, bis es 1927 an Prinz Friedrich Sigismund von Preußen verkauft wurde.
