Hardt, Karin,
Deutsche Schauspielerin
* 28. April 1910 in Hamburg-Altona, † 5. März 1992 in Berlin,
Die Kaufmannstochter ging in Berlin auf die Schauspielschule, und spielte zuerst auf Provinzbühnen Naivenrollen, dann klassisches Theater auf Berliner Bühnen. 1931 gab sie mit Vater geht auf Reisen ihr Filmdebüt und avancierte in den kommenden Jahren schnell zu einem beliebten Star. Zu ihren bekanntesten Filmen der 1930er Jahre gehören Ein gewisser Herr Gran (1933, neben Hans Albers), Barcarole (1935), Die Umwege des schönen Karl (1938) und Menschen vom Variete (1939).
In den Kriegsjahren wurden die Filmengagements seltener und nach dem Krieg folgten nur noch wenige weitere Filmauftritte.
Ab den 1960er Jahren erhielt sie vermehrt Rollenangebote beim Fernsehen. Nach Rollen in den Serien Bei uns zu Haus (1963), Der Forellenhof (1965), spielte sie von 1985 bis 1986 die Haushälterin Käti in der erfolgreichen ZDF-Serie Die Schwarzwaldklinik und in der langlebigen ARD-Serie Liebling Kreuzberg. 1991 stand sie für Mrs. Harris und der Heiratsschwindler an der Seite von Inge Meysel ein letztes Mal vor der Kamera. Außerdem spielte sie in der Fernsehserie Die Wicherts von nebenan die Reichsgräfin von Strelenau.
Karin Hardt war ab 1933 mit dem Regisseur Erich Waschneck verheiratet. Ihre zweite, später geschiedene Ehe schloss sie mit Rolf von Goth. 1983 erhielt sie das Filmband in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film. Sie wohnte in den Kriegsjahren in Neu Fahrland "Ringstraße" Nr. 37. Ihre Grabstätte befindet sich auf dem Friedhof Wilmersdorf in Berlin, sie ist dort anonym bestattet worden.
