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Der Gedenkstein befindet sich an der Bundesstraße 2 gegenüber dem Abzweig nach Fahrland.
Magnus Friedrich von Bassewitz wurde in Schönhoff (Mecklenburg-
Schwerin) am 17. Januar 1773 geboren und starb am 14. Januar 1858 in
Berlin. Er wirkte zwischen 1810 und 1842 in Potsdam als
Regierungspräsident und zugleich als Oberpräsident der Provinz
Brandenburg von1825 bis 1840.
Bassewitz war ein Verfechter der Stein-Hardenbergischen Reformen.
Reichsfreiherr vom und zum Stein (1757 - 1831) und Fürst von Hardenberg
(1750 -1822) initiierten als hochangesehene preußische Staatsminister
u. a. die Städtereform (1808), die Gewerbefreiheit (1811) und ebenso zu
danken ist ihnen die Emanzipation der Juden (1812) in Preußen.
Ihre Reformen, gegen den Widerstand der preußischen Edelleute,
beflügelten die bürgerliche Umwälzung in Preußen und schufen die
Voraussetzungen für die nationale Unabhängigkeit.
Dem aufklärerischen Geist dieser Reformer fühlte sich auch von
Bassewitz verpflichtet. In Potsdam begleitete er die Pläne Friedrich
Wilhelms III. (1770-1840; König ab 1797), die königlichen Parks und
angrenzenden Feldmarken durch Anpflanzungen zu verschönern. Als
zwischen 1840 und 1844 der Ausbau der Chaussee von Potsdam nach Nauen
stattfand, legte von Bassewitz nahe der "Nedlitzer Brücke" eine
Eichenpflanzung an. Um 1840 ließ von Bassewitz Alleen aus Eichen und
Buchen an den Ausfallstraßen von Potsdam anpflanzen, die heute noch zu
bestaunen sind. So auch die Eichen an der Straße Am Wiesenrand.
Dem überlieferten Spott Friedrich Wilhelms III. „Habe nie gehört, dass
man Eichen als Alleebäume verwendet" widersprach der Kronprinz: „Lassen
Sie sich nicht irre machen und pflanzen Sie nur immer fort".
Nach der Thronbesteigung von Friedrich Wilhelm IV. (1795-1861; König ab
1840) ließ der Monarch 1857 als Zeichen seiner Dankbarkeit und in
Würdigung der Verdienste des M. F. von Bassewitz eine steinerne Bank
und eine Stele mit Büste aufstellen. Der Stele war ein wechselvolles
Schicksal beschieden. Noch im gleichen Jahr wurde ihr der Kopf
abgeschlagen, ein Jahr später war die Säule mit unzähligen Namen
beschmiert und völlig unansehnlich, 1886 wurde sie im Dienstgarten des
Staatsministers aufgestellt. Vermutlich ist in dieser Zeit die Büste
durch eine Eichel ersetzt worden. 1915 fand sie ihren ursprünglichen
Platz im Hainholz wieder, bis sie etwa 1980 von einem sowjetischen
Militärfahrzeug umgefahren und von der Denkmalpflege gesichert wurde.
Die Stele steht seit 1986 unter Denkmalschutz, wurde 1998 restauriert
und ist heute noch auf dem Bassewitz-Platz zu besichtigen, allerdings
nicht mehr mit der metallenen Büste von Bassewitz sondern mit einer
Eichel.
Die Stele trägt folgende Inschrift:
DER KOENIG
DEM
BEGRUENDER
DIESER
ANPFLANZUNG
v. BASSEWITZ
K.OPO.o.P.Br.
1857
EXC. (Leberleiden)
gest.14.Jan.1858
fast 85 alt
Bilder:
1: Magnus Friedrich von Bassewitz (1773-1858)
2: Das Bassewitz-Denkmal heute
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