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Durch Eheschließung kam Louis
Adlon in den Besitz des Grundstücks am Lehnitzsee 1. Das weiträumige
Grundstück war Erbteil seiner Frau Hedwig und erstreckte sich bis zum
Ufer des Lehnitzsees. Das auf dem Gelände befindliche Bauernhaus
entsprach nicht den Ansprüchen des prominenten Hotelbesitzers aus
Berlin und so entstand nach dem Entwurf des Architekten H. Rottmayer
1925 eine repräsentative Villa. Das eingeschossige Hauptgebäude mit
Satteldach wird auf der Eingangsseite von Nebengebäuden flankiert. Der
Hofartige Eingangsbereich erhält durch einen elegant geschwungenen und
mit einem Kupferdach bekrönten Vorbau einen besonderen Akzent. Die nach
Süden zum See orientierte Gartenfront gibt sich bescheidener. Die Villa
war Ort glanzvoller Empfänge und Treffpunkt der noblen Gesellschaft.
Der tragische Tod des Besitzers in den Wirren der letzten Kriegstage im
Jahre 1945 beendete die Nutzung des Anwesens durch die Familie Adlon.
Während der Potsdamer Konferenz war die Villa kurzzeitig Aufenthaltsort
einer Gruppe von sowjetischen Marineangehörigen unter der Leitung von
Admiral Kusnezow.
Danach zog eine Kinderklinik in die Villa ein. In den 60er
Jahren wechselte die Nutzung, eine Schule der Zivilverteidigung DDR war
hier tätig. Nach der politischen Wende 1989 übernahm die Landesakademie
des Landes Brandenburg die Nutzung des inzwischen an die ehemaligen
Besitzer rückübertragenen Anwesens.
Die Villa Adlon steht seit 1994 unter Denkmalschutz.
Bilder:
1: Villa Adlon Nordseite 2005
2: Villa Adlon Südseite 2005
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