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Der von Potsdam auf der Bundesstraße 2 nordwärts fahrende Reisende
bemerkt kaum das Ortsausgangsschild. Er überquert die beiden Brücken
und nimmt eventuell den sich auf die Seenlandschaft öffnenden Ausblick
wahr. Zwei Ampeln in der Ortslage erfordern Aufmerksamkeit, zur Rechten
öffnet sich der Blick auf den einen See, von Neu Fahrland bleibt in der
Erinnerung wenig haften. Kirche, Schule und Dorfanger sucht das Auge
vergebens, denn der Ort besitzt keine geschlossene Struktur. Das Bild
des Ortes wurde durch das zwanglose Nebeneinander bäuerlichen und
herrschaftlichen Lebens am Ufer der Havel geprägt.
Neu Fahrland liegt auf einer von fünf Havelseen und dem
Sacrow-Paretzer-Kanal umgebenen Halbinsel nördlich der Landeshauptstadt
Potsdam und westlich der Bundeshauptstadt Berlin. Es ist wohl das
Zusammentreffen der Schönheiten der Havellandschaft mit der
Zweckmäßigkeit städtischer Nähe, die Neu Fahrland eine unverkennbare
Attraktivität verleihen und viele Städter an den Ort binden.
Hier kann man wohnen, wo andere sich erholen, und man kann sich erholen, wo andere wohnen.
Schon Theodor Fontane (1819-1898) schrieb in seinen „Wanderungen durch
die Mark Brandenburg Bd.3 Havelland“ angetan von der „herben Schönheit
der märkischen Landschaft“ über das Hainholz und den Kirchberg.
Seit 1993 erholen sich in der neuen
Heinrich-Heine-Klinik hunderte Patienten. Die Erkundung der reizvollen
Umgebung ist für die Kurgäste Teil des therapeutischen Programms. Und
was den Kurgästen gut tut, sollte dem wanderfreudigen Besucher Recht
sein. Neu Fahrland ist mehr als nur einen Blick wert.
Wer Neu Fahrland entdecken will, sollte sich Zeit
nehmen, den eigenen Füßen vertrauen und wie dereinst Fontane die
Schönheiten der Mark entdecken.
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